Da wo sich andere Musiker, stilistisch, vermutlich Grenzen setzen, fängt das Amüsement bei "BalkanBeats" erst an. Jazz wird mit Roma-Musik kombiniert, Ska mit Folkpop-Rhythmen gemischt, und Klezmer mit Brass. Hier geht, völlig vorurteilsfrei, ausnahmslos alles. Die gesamte Zusammenstellung klingt außerdem noch ziemlich gut. Sie ist so herrlich originell, erfrischend und unberechenbar verrückt, dass man/frau und Co. sich ihr nur schwerlich entziehen können.
V.A.
- "BalkanBeats" (Vol.3)
Was vor einigen Jahren noch in der Berliner Untergrund-Szene begann, hat sich mittlerweile zu einer internationalen Kultmarke entwickelt. Für Liebhaber und Kenner des osteuropäischen Raumes ist DJ Sokos Selektion ein fester Bestandteil der Kultur und aus dem Leben sicherlich nicht mehr wegzudenken. Was durchaus sehr deutlich nachvollziehbar ist.
Allein das CD-Cover verrät schon vorab viel über den Inhalt. Die Passion, das pure Fieber ist den Spielern in die Gesichter geschrieben. Völlig losgelöst spielt jeder einzelne Musiker sein Instrument, nichts außer dem Klang scheint mehr im Raum zu sein. Sie spielen um der Musik willen, so als würde es um die eigene Existenz gehen.
"BalkanBeats" ist die klare osteuropäische Antwort auf dem westlichen Musikmarkt. Zudem, parallel im Kontext der EU-Osterweiterung, eine ganz subtile kulturelle Brücke. Die CD ist bestückt mit fünfzehn unverwechselbaren Unikaten. Mit Musikern und Komponisten, die schon recht bekannt sind, wie Goran Bregovic, und solchen, für die man sich noch ein größeres Gehör wünscht.
Elizabeth Ok
CD: V.A. - "BalkanBeats" (Vol.3) (Eastblok Records EBM011)
Eastblok Records im Internet: www.eastblok.de
Cover: n.n.