Der Tod gehört zum Leben und für diejenigen, die zurückbleiben, kann er das Leben ganz gehörig durcheinander wirbeln. So geschah es auch Nanette Natal nach dem Tod ihres geliebten Vaters. Aufgewachsen mit den Klängen von Geige, Gitarre und Mandoline und den Gypsy-Melodien des Vaters, spielte Natal spielte bereits als Zehnjährige recht gut Gitarre.
Nanette
Natal - "Sweet Summer Blue"
Zunächst ging Nanette Natal als Singer-Songwriterin auf Tour bis, ja bis der Jazz und eine Karriere als Jazzsängerin ihr als die weitaus interessantere Herausforderung erschien. So kehrte die Gitarre in den Koffer zurück und sie schwor sich, diese nie mehr gegen ihren ausgezeichneten Jazzgesang einzutauschen. Das wäre wohl so geblieben, hätte ihr der Vater nicht seine Mandoline vererbt.
Und kaum hatte sie diese in der Hand, zog es sie zurück zu ihrem Gitarrenkoffer: sie begann wieder zu spielen. Das Ergebnis, "Sweet Summer Blue", ist im Grunde genommen eine Hommage an ihren Vater und jene Musik, mit der Nanette Natal aufwuchs. Es finden sich auf diesem Album Eigenkompositionen, die fest verwurzelt sind im Blues, im Country, im Folk - und auch ein wenig im Bebop. Nur ein Song stammt nicht von Natal es handelt sich um Gershwins "I Got Rhythm".
Ein mit knapp 40 Minuten zwar kurzes Album, doch ein wahres Vergnügen und eine Frage sei erlaubt: Ob die Künstlerin wohl weiterhin die Gitarre pflegen wird und entsprechend vielschichtige Musik in ihr Repetoire dauerhaft einbeziehen möge? Steht ihr nämlich gut, sozusagen!
Carina Prange
CD: Nanette Natal - "Sweet Summer Blue" (Benyo Music Productions BY3342)
Nanette Natal im Internet: www.myspace.com/nanettenatal
Benyo Music im Internet: www.benyomusic.com
Cover: Qvintero