Die aus Südfrankreich stammende Wahlberlinerin Bérangère Palix legt ihr "Le Bleu de Berlin"-Album umfassend zwischen klassischem Chanson, Jazz und Pop an und erzählt elf teils sommerlich anmutende Geschichten, die sich auch ohne besondere Kenntnis der französischen Sprache durchaus genießen lassen können.
Bérangère
Palix - "Le Bleu de Berlin"
Dass Palix aber in der französischen Sangeskultur, dem französischen Chanson, ihr eigentliches Herz und ihren Puls hat, lässt sich trotz aller Anleihen bei jenem Jazz nicht wegzeichnen. So sind dann Songs wie das deutschsprachige "Gartenkolonie", übrigens mit einem hinreißenden Akzent von Bérangère Palix interpretiert, eher die Ausnahme für das ansonsten extrem französische Album, das gerade deswegen authentisch und ehrlich wirkt.
Der gleiche Song legt dann auch offen, dass Madame Palix weiß, was Musik braucht, um unbeschwert zu unterhalten: Humor. Den legt sie hier überdeutlich offen. Thibault Falk (Flügel, Fender Rhodes, Marimba), Denis Jabusch (Kontrabass) und Tilman Person (Schlagzeug) begleiten Bérangère auf ihrem stimmlich verspielten aber nie überzeichneten Weg durch die Welt des französischen Chanson "Made in Berlin".
"Le Bleu de Berlin" ist ein überraschend schönes, kurzweiliges Werk. Auch, wenn man schon ein Ohr für französische Musik haben sollte, um die Schönheit vom Berliner Blau vor dem geistigen Auge und Ohr in seiner ganzen Pracht entfalten zu können
Michael Arens
CD: Bérangère Palix - "Le Bleu de Berlin" (Raumer Records RR 18810)
Bérangère Palix im Internet: www.berangere-palix.de
Raumer Records im Internet: www.raumer-records.de
Cover: lowtool.com