Das Portico Quartet erschafft mit der Musik von "Isla" eine Klangwelt, die fremd zu sein scheint, irgendwie kosmisch-sphärisch. Aus einem anderen Universum und doch vertraut? Möglicherweise sind wir alle, die Rezensentin eingeschlossen, aber auch ein wenig "geschädigt" von Filmen wie "Avatar", die die Phantasie mit einem durchgehen lassen…
Portico
Quartet - "Isla"
Auf alle Fälle wird bei dieser Musik auf eine Weise mit Elektronik und authentisch eingespielten Instrumenten zu Werke gegangen, die überrascht. Dieser Sound besitzt eine ungewöhnliche Dichte und doch verspielte Leichtigkeit. Er zeichnet sich durch raumfüllende, bewegende Dynamik aus, erklimmt (übertragen betrachtet) Berge, stürzt sich in Täler und schwebt dahin.
Er kann aber auch mal wie ein Wanderer an einer Stelle die schöne Aussicht genießen, wieder und wieder den Blick im gleichen Tonus schweifen lassen, um sogleich in einem nahezu rauschhaften Zustand weitere Höhen zu erklimmen. Dabei spielt das Portico Quartet die ganze Zeit eine atmosphärische, melodische Musik, die sie in Galerien, Kirchen und anderen ungewöhnlichen Orten in ihrer Eigenständigkeit weiterentwickelt hat.
Leise und doch sehr direkt schleicht sich dieses Album in die Gehörgänge ein und diese Klänge gehen einem bald nicht mehr aus dem Kopf.
Carina Prange
CD: Portico Quartet - "Isla" (Real World Records/ Indigo CDRW174)
Portico Quartet im Internet: www.porticoquartet.com
Real World Records im Internet: www.realworldrecords.com
Cover: Duncan Bellamy