Auf ihrem sechsten Album führt die Band um Stefan Krachten ihr Konzept konsequent fort: Beats aus dem üppigen Fundus von Funk, Dub, Reggae gepaart mit anspruchsvollem Spiel aus Jazz. Groove eben. Trance Groove hat nicht umsonst diesen Namen, der sich immer mehr als eigener Musikstil herauskristallisiert und emporhebt.
Trance
Groove - "Orange"
Und so bewegen sich auch hier die elf Titel wieder in ihrer ganz eigenen Groovewelt. Die Titel bestätigen den oft eigenwilligen, aber stets aufhorchenden, mitunter faszinierenden Trance Groove-Sound: "Sergio Leone" oder "Serge Gainsbourg" sprechen schon im Titel Bände. Und dann der Albumtitel…
Was mir persönlich an Trance Groove immer gefiel, war ihre Unbeschwertheit gängigen Strickmustern gegenüber: Sie pfeifen auf Konventionen und Strömungen und machen ihren ganz eigenen, nach wie vor sehr konkreten Sound, der eine sehr klare Handschrift trägt.
So langsam frage ich mich, ob all das mit chirurgischer Präzision von Anfang an als album- und jahresübergreifendes Gesamtprojekt, als Kunstwerk, durchdacht war: Der Bandnme als Grundsteinlegung eines eigenen Musikstils, die Umsetzung, die eben musikalisch dem Namen folgt, die durchweg gradlinig und auf höchstem Niveau befindliche Produktion: Trance Groove die Band, das Projekt, die Corporate Identity.
Michael Arens
CD: Trance Groove - "Orange" (Westpark Music 87161)
Trance Groove im Internet: www.stefan-krachten.de
Westpark Music im Internet: www.westparkmusic.eu
Cover:Helian Schulte, Axel Schulten