Was da mit Extremdrive aus den Speakern blubbert, knackt, knallt, zirpt und wabert, ist nicht der Soundtrack des nächsten Zukunftsfilms. Nein, es ist die die Musik des einen verbliebenen Mitglieds jener 1996 als "Haltya" gegründeten Projektgemeinschaft aus "Pelinpala" (Tommi Sirkiä) und "Outolintu" (Jürgen Saschau): Sirkiä betreibt "Haltya" seit 2005 als Soloprojekt. Seine Tracks im Overdrive-Modus werden inzwischen schlicht als "Acid Funk" oder "Psy-Funk" bezeichnet.
Haltya
- "Book of Nature"
Der Begriff "Forest Trance Sound" gefällt der Rezensenten allerdings wesentlich besser für diese Mixtur, die, ob entsprechenden Tempos eher für Tänzer mit guter Kondition geeignet ist. Die auf "Book of Nature" enthaltenen Tracks passen nirgends nahtlos in bekannte Genres hinein, flimmern hier doch Elemente von Trance, House und Drum 'n' Bass wild durcheinander. Erstaunlicherweise hat so mancher Track gar Songcharakter und zeichnet sich dadurch wie etwa "Rainbow Funkster" durch Wiedererkennungswert aus.
Wir sind dankbar für das Album "Book of Nature", auch übrigens wegen des gruselig-hübschen Comic-Covers. Wer nach dem Hören immer noch nicht wach ist und keine Lust verspürt, in eine Phase der Hyperaktivität aufzubrechen, dem kann nicht geholfen werden. Für bereits nervöse Gemüter ist die Platte eher nicht geeignet.
Carina Prange
CD: Haltya - "Book of Nature" (Exogenic Records EXOCD 36)
Haltya im Internet: www.myspace.com/haltya
Exogenic Records im Internet: www.exogenicrecords.com
Cover: Exogenic