Als Ben Harper seine Live-CD/DVD mit den Blind Boys of Alabama herausbrachte, erhielt er dafür einen Grammy. Das Nachfolgealbum "Both Sides Of The Gun" war ein Beweisstück für Harpers stilistische Vielseitigkeit und seinen Spaß an nahezu jeder Musik. Mit "Lifeline" geht er nun weiter den Weg des "ultimativen Groove".
Ben
Harper & The Innocent Criminals - "Lifeline"
Der Songwriter ist mal wieder extrem vielseitig mit einem fetzigen Stilmix unterwegs: Von Folk, Soul über Funk, R'n'B, Country bis hin zu Gospel und auch mal rockigen Stücken reicht das Repertoire - und sicher hat die Rezensentin hier irgendwas vergessen. Harper, der in seinen Jugendjahren in Kalifornien den Rap und HipHop gleich mit aufsog, ist ein stilistischer Multitasker. Das macht seine Musik so spannend, lässt seine Texte so interessant werden.
Und überhaupt: an Ben Harper kommt textlich so schnell keiner ran, an die Musik, die er gemeinsam mit seiner Band "The Innocent Criminals" ausheckt, auch nicht. Kurz gesagt ist "Lifeline" ein weiterer Meilenstein auf Ben Harpers Weg zum absoluten musikalischen Überflieger. Sich "musikalisch quer über die ganze Landkarte zu bewegen" betrachtet Harper übrigens als "Geburtsrecht". Na dann, CD reinlegen, Lautstärke aufdrehen und die Nachbarn ärgern - wenn sie guten Geschmack haben, klingeln sie an der Tür und wollen auch mithören.
Carina Prange
CD: Ben Harper & The Innocent Criminals - "Lifeline" (Virgin / EMI)
Ben Harper im Internet: www.benharper.net
Virgin Records im Internet: www.virginrecords.com
Cover: Tom Dolan