Man nehme Blues, eine Rock-Stimme, die Spielfreude des Jazz und das Songgefühl von Soul und man hat die Musik der Big Strides. Als "Jazz-Version von The Jam" wird das Ganze auch schon mal bezeichnet. Ein Hauch von Country, von Zydeco und von Singer/Songwriter scheint ebenfalls durch. Verwirrt? Nicht doch! Denn Big Strides haben einen hohen Unterhaltungswert, auch wenn es nach drei, vier Songs erst einmal reicht und ich der Sache mehrere Anläufe geben muss.
Big
Strides - "Cry It All Out"
Für "Cry It All Out" muss man sein (musikalisches) Herz öffnen. Insgesamt sechzehn Songs lang wird uns ein Musikmix geboten, der es in sich hat. Das Album sprüht vor Energie. Lewis Kirk (Drums), Tom Pi (Doppelbass) und vor allen Dingen immer wieder die direkte, eingängige Stimme von Marcus O'Neill sind die drei Masterminds hinter dem Namen der britischen Big Strides.
Da haben wir es also wieder obwohl Musik allgemein nur aus einer Handvoll Noten besteht, gibt es doch immer wieder was Neues zu entdecken. Wenn das dann auch noch so überzeugend rüberkommt wie hier, ist das eine echte Genugtuung. Und: Musik ist tatsächlich die universelle Sprache, die keine Grenzen kennt. Die Big Strides belegen das hier eindrucksvoll.
Michael Arens
CD: Big Strides - "Cry It All Out" (Tall Order Records TALLERCD017)
Big Strides im Internet: www.bigstrides.net
Tall Order Records im Internet: www.tallorderrecords.com
Cover: Alistair Twiname