Skerik und sein Syncopated Taint Septet beginnen ihr Album mit extrem chaotischen Improvisationslinien, die jedoch Sekunden später in ein ausgereift harmonisches Gruppenspiel münden: um wenig später wieder in mitreißende Individualität auszubrechen. So zeigt sich von Anfang an, wie vielfältig und variabel das Repertoire der acht Musiker ist. Ihr Spektrum reicht von teils sensiblem, teils kraftbetontem Jazz, groovendem Swing bis hin zu karibisch angehauchten Klängen.
Skerik's
Syncopated Taint Septet
Skerik (sax), aufgewachsen in Seattle, hörte in seiner Kindheit Jazzgrößen wie Count Basie und Dave Brubeck. Von ihnen inspiriert, spielte er schon bald in Jazzcombos, Rockbands und Orchestern. Auch heute läßt er sich nicht festlegen und ist als führender kreativer Kopf in verschiedenen Gruppen aktiv. Skeriks akustisch dichtes Improvisationsspiel überzeugt auch neben dem Syncopated Taint Septet, und dieses braucht sich wiederum nicht hinter Skerik zu verstecken. Ob überraschend originelle Soli oder dynamisches Zusammenspiel, ihre Professionalität und Freude an der Musik ist unüberhörbar.
Die Mischung ist interessant, spannungsgeladen und streckenweise durchaus begeisternd. Gekonnt disharmonisch versetzte Improvisation und mitreißende Arrangements wechseln sich wie beiläufig mit sanften, schmeichelnden Klängen ab. Da kommt keine Langeweile auf. Das Reinhören ist, wenn nicht Pflicht, so doch allemal zu empfehlen.
Peggy Thiele
CD: Skerik's Syncopated Taint Septet (Ropeadope RCD16039)
Skerik im Internet: www.synocpatedtaint.com
Ropeadope im Internet: www.ropeadope.com
Cover: Dave Bias