Reve D´Éléphant Orchestra - "Racines du Ciel"
Wie eine Elefantenherde im Porzellanladen treten sie wirklich nicht auf - doch wenn das Elefantentraumorchester aufspielt, wird es laut, wird frei von der Leber weg improvisiert. Und vor allem: trifft der altbekannte Instrumentenpark aus Trompete, Flügelhorn, Drums, Gitarre, Tuba und Posaune ganz unkonventionell auf exotischere Perkussion wie Tablas, Bodrhan, Tupan, Congas, Derbouka ...
Reve
D´Éléphant Orchestra - "Racines du Ciel"
Quietschfidel und unbefangen gehen die Musiker in den Songs aufeinander zu, die Besetzung wechselt öfter, teilweise sogar innerhalb der Tracks, so daß man von "Stücken im Stück" bei jeder Nummer reden kann. Aber egal, wie lebendig und temperamentvoll die Instrumente miteinander ins Gespräch kommen - stets finden sie eine gemeinsame harmonische Basis und gleiten nie ins total Schräge ab.
Selbstverständlich kommt den Bläsern der gewichtigste Part zu - sonst wäre ja auch gar kein "Vergleich" mit Elefanten naheliegend. Nichtsdestotrotz finden sich auf diesem Album immer wieder lyrische Flötenparts, kongeniale Drumbeats und vieles mehr. - Die belgische multiethnische Band lehrt uns, daß Genre- und Kulturgrenzen Schnee von gestern sind: man muß sich nur trauen ...
Carina Prange
CD: Reve D´Éléphant
Orchestra - "Racines du Ciel"
(DeWerf W.E.R.F. 026)
De Werf im Internet: www.dewerf.be
Cover: Monia Abdelali