Pisa von da kommt der Schiefe Turm, Giacomo Puccini und ... Ferdinando Argenti! Sein jetzt erschienenes Debutalbum "Argenti", eingespielt mit seiner ebenso benannten Band, klingt aber alles andere als schief. Schließlich lebt Argenti, um seiner Jazzleidenschaft "an der Quelle" zu frönen, auch schon seit fast zwanzig Jahren in den USA ...
Ferdinando
Argenti - "Argenti"
Nach einem Studium am weltbekannten Berklee College of Music ging er zunächst wieder zurück nach Italien und spielte Jazzkonzerte mit u.a. Chet Baker , Lee Konitz und Kenny Wheeler. In den USA hat er nun sein eigenes siebenköpfiges Ensemble aufgebaut, das seine Kompositionen und Arrangements spielt. Auch die CD "Argenti" ist nicht nur nach ihm benannt sondern es ist seine Musik.
Die Titel auf der CD lassen sich in drei Gruppen einteilen: Zuerst einmal die Eigenkompositionen von Ferdinando Argenti - sieben Instrumentals bei denen Argenti, der Pianist, im Mittelpunkt steht. Er spielt mit sehr viel Swing und Melodiegefühl, immer beschwingt. Leicht und locker klingt es, und es macht unheimlich viel Spaß, seinen Soli zuzuhören. Dann sind da die amerikanischen Jazzstandards, wie Gershwin´s "Our love is here to stay", denen Argenti mit seiner Triobesetzung neues Leben einhaucht. Und dann schließlich singt Argenti auch noch: Fünf italienischen Standards hat er ein jazziges Arrangement verpaßt. Er selbst bezeichnet seinen Gesangsstil als von seinen Vorbildern Frank Sinatra und Chet Baker geprägt. Das ist dann doch wohl ein bißchen hoch gegriffen.
Wer begeisternde italienische Stimmen, wie Adriano Celentano oder Paolo Conte im Ohr hat, wird das hier nicht finden. "Argenti" ist eine schöne Platte, der man auch die paar Takte mit Ferdinandos Stimme gern verzeiht. Denn sonst gibt es tollen Pianojazz, schöne Soli und viel Swing!
Thomas Dern
CD: Ferdinando Argenti - "Argenti" (Ferdi´s Music, Eigenvertrieb)
Ferdinando Argenti im Internet: www.interjazz.com/argenti
Cover: n.n.