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(Foto: Mitja Arzensek)
Der Saxophonist Mark Wyand zählt in der deutschen Jazzszene zu den aufregendsten Stimmen seiner Generation. 1974 in Bishop Auckland (England) geboren, wuchs er von seinem sechsten Lebensjahr an in Deutschland auf, wo er eine umfangreiche musikalische Ausbildung zuerst auf dem Klavier und später auf dem Saxophon genoss.
Mit 18 Jahren besuchte Mark Wyand als Jungstudent das Meistersinger Konservatorium in Nürnberg und war Mitglied des Landes- und Bundesjugendjazzorchesters. Nach dem Abitur wechselte er von der Musikhochschule Köln nach Würzburg und letztlich an die Hochschule für Musik ‚Hanns Eisler’ in Berlin, wo er im Jahr 2000 sein Studium mit Auszeichnung abschloss. Er lernte u. a. von Leszeck Zadlo, Wolfgang Engstfeld und John Ruocco.
Seither lebt Mark Wyand als freischaffender Saxophonist in Berlin. Zudem führten ihn Tourneen durch Europa, Amerika und Südafrika. Als eigenständiger Solist und vielseitiger Musiker arbeitet er mit den verschiedensten Formationen aus dem Jazz-, Pop- und Klassikbereich zusammen und wirkte ferner bei zahlreichen CD-, TV- und Rundfunkproduktionen mit.
Seine Konzerte und Aufnahmen brachten ihn beispielsweise mit folgenden Musikerpersönlichkeiten und Ensembles auf die Bühne: Kenny Wheeler, Jim McNeely, Clark Terry, Till Brönner, Popsänger Robbie Williams, Klaus Doldinger, Gerard Presencer, Johannes Enders, dem Summit Jazz Orchestra, der Rias-Bigband, der SWR Bigband, dem Deutschen Sinfonieorchester (DSO), dem Radiosinfonieorchester Berlin (RSB) und dem Berliner Saxophonensemble. Nach seinem von Till Brönner produzierten Album "Eye to Eye" (Mai 2007) erscheint im September 2008 mit "Hidden Hill" das zweite Album bei Sony BMG. "Hidden Hill" wurde von Mark Wyand und Till Brönner produziert.
Besetzung:
Mark Wyand (sax)
Daniel Karlsson (p)
Dieter Ilg (b)
John Hollenbeck (dr).
Mehr Informationen im Internet:
www.markwyand.com
www.myspace.com/markwyand
www.sonybmg.de
24.10.08 Neuburg, Birdland
25.10.08 Elmau, Schloss
30.10.08 Berlin, A-Trane
31.10.08 Berlin, A-Trane
04.11.08 Dortmund, Domicil
05.11.08 Kassel, Schlachthof
06.11.08 Freiburg, Jazzhaus
08.11.08 Aalen, Festival
11.11.08 Bremen, Schlachthof
12.11.08 Hamburg, Birdland
13.11.08 Darmstadt, Centralstation
14.11.08 Fulda , Café Ideal
Mark Wyand gilt mittlerweile als einer der bemerkenswertesten Tenorsaxophonisten der zeitgenössischen deutschen Jazzszene. Eine äußerst sensible, nicht selten meditative Handschrift prägt den Stil des 34-jährigen Musikers und Komponisten. Bereits auf seinem hoch gelobten SonyBMG-Debüt "Eye To Eye" (2007) hatte der gebürtige Engländer, der in Deutschland aufgewachsen ist und seit einigen Jahren in Berlin lebt, der Kunst der Jazzballade zu neuer Blüte verholfen.
Jetzt ist Mark Wyand noch einen entscheidenden Schritt weitergegangen; so extrovertiert und freigeistig, wie der Bandleader bei seinen Liveauftritten klingen kann, so introvertiert und kontemplativ wirken seine neuen Studioaufnahmen, die er gemeinsam mit Till Brönner produziert hat. Der metaphorische Albumtitel steht für einen "Ort der Stille und Zurückgezogenheit" und aus dieser inneren Versenkung heraus hat er das neue Werk auch in Angriff genommen. Neben sieben Eigenkompositionen enthält "Hidden Hill" vier Interpretationen von Songs aus fremder Feder: die beiden Standards "Once Upon A Summertime" von Michel Legrand und "Dearly Beloved" von Johnny Mercer und Jerome Kern sowie "Jóga" von der isländischen Pop-Avantgardistin Björk und "Paper Bag" von Goldfrapp.
Streng genommen ist "Hidden Hill" eine klassische Quartettaufnahme, zu deren Realisierung Wyand exzellente Instrumentalisten eingeladen hat. Am Klavier fiel seine Wahl auf den schwedischen Pianisten Daniel Karlsson, dessen lyrisches Spiel ihn schon seit geraumer Zeit tief beeindruckt. Der deutsche Kontrabassist Dieter Ilg gilt nicht erst seit seiner Zusammenarbeit mit Charlie Mariano als einer der besten deutschen Virtuosen seines Fachs. Vervollständigt wird das Quartett durch den Amerikaner John Hollenbeck, dessen filigranes Schlagzeugspiel oft die Grenzen zwischen Klassik, Jazz und Weltmusik überschreitet. Er arbietet mit Grössen wie Bob Brookmeyer, Fred Hersch oder Kenny Wheeler und hat derzeit eine Gastprofessur am Berliner Jazz-Institut inne. Die hochkarätige Besetzung wird ergänzt durch den Gitarristen Frank Möbus - Bandleader der Jazzavantgardisten "Der Rote Bereich".
"Hidden Hill" erzeugt nicht selten einen faszinierend sanften Schimmer, als wäre hier jeder Ton auf die Goldwaage gelegt worden. Sei es in der unterkühlt nächtlichen Atmosphäre, die "High Moon" hervorruft, oder mit der mystischen Aufbruchstimmung, die das vitale "Hidden Hill" vermittelt. Selbst "First Morning Without Rain", eine wohltemperierte Skizze für Saxophon und Klavier, ist von betörender Anziehungskraft. Mark Wyand hat mit seinem neuen Album seinen Ruf als einer der sensibelsten Tenorsaxophonisten Deutschlands untermauert und zelebriert mit beeindruckender Leichtigkeit seine ganz persönliche musikalische Welt. "Hidden Hill" ist ein künstlerisch vollendeter Zauberberg, von dem eine Spiritualität und Magie ausgeht, der man sich nur schwerlich entziehen kann. Das ist Jazzimpressionismus in Vollendung.