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(Foto:
Youri Lenquette)
Mit 21 Jahren zeigt die schwedische Singer-Songwriterin
Fredrika Stahl bereits eine erstaunliche Reife. Sie will sich nicht auf das
eine oder andere Genre festlegen lassen und hat ihren ganz persönlichen Ausdruck,
wobei sie irgendwo zwischen Pop und Jazz anzusiedeln ist. Dank ihrer stimmlichen
Qualitäten ist ihr Gesang elegant, natürlich und ungekünstelt.
Review
bei Jazzdimensions:
Fredrika Stahl
- "Tributaries" (erschienen: 19.5.2008)
Fredrika Stahl wurde 1984 in Schweden geboren und verbrachte fast ihre ganze Kindheit in Frankreich. Das erklärt auch, warum sie die französische Sprache perfekt beherrscht. Als Kind erhielt sie Ballett- und Klavierunterricht. Singen war ebenfalls ihre Leidenschaft, doch bewunderte sie damals noch dieselben Stars wie ihre Eltern: Simon & Garfunkel, James Taylor, Chicago... Mit 12 ging Fredrika zurück nach Schweden und begann ihre eigene musikalische Kartographie der Welt zu erstellen. Dazu zählten Musiker wie Jewel, Lisa Ekdahl, Tracy Chapman, Norah Jones und andere.
Musik füllte bald ihr ganzes Leben aus. Als sie nach ihrem Schulabschluss nach Frankreich zurückkehrte, begann sie zuerst sehr bescheiden mit der Teilnahme an einem Musical in Paris. Wie zahllose andere angehende junge Künstler arbeitete sie nachts in einer Kneipe, um über die Runden zu kommen. Der Zufall wollte es, dass sie dabei Geef Ekodo (3 Cinks Prod) kennen lernte, der daraufhin ihr Produzent wurde. Ein Jahr später lernte sie während einer Aufnahmesession den Pianisten Tom McClung kennen, mit dem sie ihr Debüt "A Fraction Of You" einspielte, das in Frankreich sofort auf die Nummer 2 der Jazz-Charts kletterte. Nun kommt sie mit ihrem aktuellen Album "Tributaries" im Gepäck auf Tour.
Fredrika Stahls Talent entfaltet sich auch auf der Bühne. Ihre Musik strahlt auf subtile Art sowohl Reife als auch Frische aus. Ihr unbestritten persönlicher Stil lässt sich weder ganz dem Jazz noch dem Pop zurechnen. Und das "altmodische" Timbre der talentierten Singer-Songwriterin erinnert den Zuhörer an die großen Jazzsängerinnen der Vergangenheit.
Besetzung:
Fredrika Stahl - vocals
Simoné Prattico - drums
Hiro Morozumi - piano
Acelino de Paula - bass
Oyvind Nypan - guitar
Mehr Informationen im Internet:
www.fredrika-stahl.com
| www.myspace.com
| www.sonybmg.de
14.05.08 D - Weimar, Köstritzer Spiegelzelt
15.05.08 D - Hamburg, Fabrik
16.05.08 D - Bremen, Schlachthof
19.05.08 D - Berlin, Quasimodo
20.05.08 D - Kassel, Schlachthof
21.05.08 D - München, Unterfahrt
22.05.08 AT - Wien, Birdland
23.05.08 AT - Lienz, Spitalskirche
24.05.08 D - Mannheim, Alte Feuerwache
26.05.08 D - Gaggenau, Klag-Bühne
27.05.08 D - Karlsruhe, Jubez
19.07.08 D - Oestrich-Winkel, Rheingau Musik Festival
Seit Fredrika Stahl 2006 ihr erfolgreiches Debüt-Album "A Fraction of You" vorgelegt hat, ist einiges im Leben der schwedischen Wahl-Pariserin passiert. Mit ihrer samtig zarten Stimme und einer musikalischen Mischung aus Jazz und Pop ist sie beim renommierten Jazzfestival im südfranzösischen Juan-Les-Pins genauso aufgetreten wie im Pariser Chanson-Tempel Olympia. Und in Enghien-les-Bains war sie mit ihrer Band die Vorgruppe von Herbie Hancock, während sie in Deutschland vor 6000 Zuschauern als Opener eines Konzerts von Lionel Richie auftrat. 23 Jahre ist die gebürtige Stockholmerin Fredrika Stahl erst jung. Und schon jetzt hat sie eben auch unter den ganz Großen der Branche ihre Fans.
Fredrika
Stahl - "Tributaries"
Für ihr zweites Album "Tributaries" bekam sie daher auch gleich ein besonderes Geschenk von einer Ikone des Pop und des Rock überreicht. Es stammte von keinem Geringeren als Mike Stoller, der mit seinem Texter Norman Gimbel immerhin Hits wie "Hound Dog" und "Jailhouse Rock" für Elvis Presley komponiert hatte. Fredrika Stahl: "Als man Mike Stoller meine erste Platte vorspielte, hat sie ihm gefallen, und er hat mir ein unveröffentlichtes Lied angeboten. Er fand, dass dieses Stück, das wie ein Jazzstandard klingt, gut zu meinem Stimmtypus passe."
Obwohl Stahl ursprünglich nur eigene Stücke herausbringen wollte, konnte sie diesen Song natürlich nicht ablehnen. So steht "Monumental Mismatch" in einem klassischen Big Band-Arrangement am Anfang von fast einem Dutzend Songs, die alle aus Fredrika Stahls Feder stammen. Und erneut zeigt sich Stahl sprachlich und musikalisch international und vielseitig. Das auf Französisch gesungene "Pourquoi pas Moi" ist eine Pop-Hommage an die Musette-Tradition, schmuggeln sich in das schwedische "Dina Ögon Blå" sogar Reggae-Rhythmen hinein. "Oh Sunny Sunny Day" gibt sich als kecker Ragtime-Swing, dessen nostalgischer Charme noch durch die, wie von einem alten Röhrenradio übertragene Stimme erhöht wird. Und zeigt sich Fredrika Stahls Gesang in der Jazz-Ballade "I´ll Win Your Heart" von klassisch-entspannter Schönheit, ist "Irreplaceable" eine funkige und mit strahlenden Bläsern durchsetzte Hommage an all die Menschen, die für Fredrika Stahl so unersetzlich sind.