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Die sizilianische Sängerin und Komponistin Etta Scollo
ist heute aufgrund ihrer musikalischen Arbeit im Bereich der traditionellen
Musik eine der beliebtesten italienischen Künstlerinnen in Deutschland. Für
ihr Album Canta Ro`, eine Homage an die sizilianische Volkssängerin Rosa Balistreri,
erhielt sie im Jahr 2007 den Weltmusikpreis „RUTH“.
Gleichzeitig ging Etta Scollo mit dem Programm "Les Siciliens" auf Tournee, einer Darbietung zwischen Traum und Wirklichkeit, Geschichte und Mythos ihrer Insel. Daraus entstand auch ein Album mit Liveaufnahmen. Sie gab außerdem, zusammen mit Franco Scaldati, Enrico Stassi und anderen sizilianischen Künstlern, das Konzert "La mia vita vorrei scriverla cantando – omaggio a Ignazio Buttitta". Etta Scollo lebt seit mehr als zehn Jahren in Deutschland – zuerst in Hamburg, jetzt in Berlin.
Besetzung:
n.n.
Mehr Informationen im Internet:
www.ettascollo.de |
www.myspace.com
| www.edelclassics.de
18.07.08 CH - Riehen, Stimmenfestival Lörrach
24.07.08 D - Berlin, Monbijoufestspiele
26.07.08 AT - Salzburg, Salzburger Festspiele, Eröffnungskonzert
29.07.08 IT - Sizilien, Caltanisetta
30.07.08 IT - Sizilien, bei Palermo -"festival teatrale La Macchina dei
Sogni"
01.08.08 D - Hamburg, Fabrik Puisia
02.08.08 D - Hitzacker, Sommerliche Musiktage
22.08.08 D - Kempen, Klosterinnenhof
24.08.08 D - Neu-Ulm, Landesgartenschau - "Les Siciliens"
05.09.08 D - Oldenburg, Laboratorium
"Les Siciliens"
14.09.08 D - Düsseldorf, Altstadtherbstfestival (mit Orchester)
"Il
fiore splendente"
19.09.08 D - Ludwigsburg, Scala - "Les Siciliens"
20.09.08 D - Göppingen, E-Werk - "Les Siciliens"
27.09.08 D - Mühlheim, Stadthalle (mit Orchester) - "Il fiore splendente"
16.10.08 BE - Beveren, "Les Siciliens"
17.10.08 BE - Waregem, "Les Siciliens"
18.10.08 BE - Leopoldsburg, Les Siciliens
28.10.08 D - Hamburg, Kleine Musikhalle - "Il fiore splendente"
30.10.08 D - Berlin, Kammermusiksaal der Philharmonie
"Il fiore splendente"
06.11.08 NO - Oslo, World Music Festival Canta Ro in
trio
26.11.08 D - Philipsburg, Leos Bühne in der Jugendstilfesthalle
"Les Siciliens"
27.11.08 D - Bochum, Langendreer - "Les Siciliens"
28.11.08 D - Neuss, Rheinisches Landestheater - "Les Siciliens"
30.11.08 D - Landau, Altstadt Kulturverein - "Les Siciliens"
Das neue Projekt "Il Fiore Splendente" von Etta Scollo widmet sich dem Thema arabischer Dichter auf Sizilien, die zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert lebten und schrieben. Etta Scollo hat einige arabische Gedichte Siziliens, z.B. die des Dichters Ibn Hamdis (1052-1132), in Musik umgesetzt. Die Gedichte und die Übersetzungen stammen aus einer Forschungsarbeit, die in der „Antologia dei poeti arabi di Sicilia“, herausgegeben von Francesca M. Corrao, eingeflossen ist und bis heute eine der wichtigste Quelle für diese Materie darstellt. Eingespielt wurden Etta Scollos Kompositionen vom Wroclaw Score Orchestra unter der Leitung von Joris Bartsch Buhle, zusammen mit dem vorzüglichen palermitanischen Streichquartett Ottava Nota, dem Lautenisten Sebastiano Scollo und dem Polyinstrumentalisten Fabio Tricomi, die beide Experten für ein Repertoire der mediterranen Tradition sind. Die musikalischen Arrangements stammen von Etta Scollo, in Zusammenarbeit mit Peter Hinderthür, Ferdinand von Seebach und Jan-Peter Klöpfel.
Etta Scollo
- "Il Fiore Splendente"
Das Projekt wird durch die hochgeschätzte Mitarbeit einiger überragender Persönlichkeiten der internationalen Musikszene bereichert, darunter Maestro Franco Battiato, die Cellisten und Komponisten Giovanni Sollima und Monika Leskovar, Nabil Salameh, Sänger und Leader der multikulturellen Gruppe Radiodervish, der Trompeter und Komponist Markus Stockhausen, die Mezzosopran Cécile Kempenaers und der Schauspieler und Sänger Alain Croubalian.
Etta Scollo: "Vor nicht allzu langer Zeit vertiefte
ich mich in Bologna in der Bibliothek des „Archiginnasio“ während der Durchsicht
einiger literarischer Dokumente in das Buch Antologia dei poeti arabi di
Sicilia (Anthologie arabischer Dichter Siziliens), herausgegeben von Francesca
M. Corrao. Die Lektüre dieser zwischen dem 9. und dem 12. Jahrhundert
entstandenen und von bedeutenden zeitgenössischen italienischen Dichtern überarbeiteten
Texte faszinierte mich wie ein geheimer Code, der sich mir, verborgen im Schrein
einer mir unbekannten Sprache, schließlich in der vertrauten Sprache meiner
Heimat und der Sensibilität der zeitgenössischen Lyrik offenbarte. Mehr als
ein Jahr sollte vergehen, bevor ich in den Besitz dieses vergriffenen Buches
gelangte. In der Zwischenzeit hatte ich die Spuren erforscht, die die arabische
Kultur auf meiner Insel seit jener Sommernacht des Jahres 827 hinterlassen
hat.
Als ich in Palermo das Schloss Zisa besuchte und dem Stimmengewirr des suq-ela-Balharm,
des Marktes von Ballarò, lauschte, habe ich versucht, den Klang der arabischen
Sprache aus dem Sizilianischen herauszuhören. Wer sich heutzutage aus nordafrikanischen
Ländern wie Marokko oder Tunesien nach Sizilien wagt, sieht sich einer unbeständigen,
sich auf die alltägliche Neuerfindung der Insel konzentrierten Wirklichkeit
gegenüber. Eine Wirklichkeit, die so versucht, die nun chronisch gewordene
Notfalllage, in der sie sich befindet, zu überleben. Damit gibt Sizilien einer
„Leere der kollektiven Erinnerung“ Raum. Vielleicht war es gerade diese „Leere“,
die ganz langsam in mir das Bedürfnis erweckte, die Worte der arabischen und
zeitgenössischen Dichter in die Sprache der Musik zu übertragen, sie zu singen."